Seumes Spaziergang nach Syrakus - Teil 5



War Seume wirklich in Sizilien? Ging er zu Fuß, ritt oder fuhr er mit Kutschen?

Unbekannte Namen, seltsame Formulierungen - manches klingt nach Wiederholung aus der Neapel-Gegend - keine Datumsangaben ...
Bei Bei Frati findet er sich zu sehr mitten in der Insel. Der Eseltreiber soll den alten römischen Weg durch die Insel geritten sein . . .
Dies ist also das Ziel meines Spazierganges, und nun gehe ich mit einigen kleinen Umschweifen wieder nach Hause. Ich will Dir von meiner Wanderung hierher so kurz als möglich das Umständliche berichten. Das Reisen zu Maulesel ward mir doch ziemlich kostbar.
In Syrakus ging ich durch alle drei Tore der Festung als Spaziergänger, ohne daß man mir eine Silbe sagte: auch bin ich nicht weiter gefragt worden. Das war doch noch eine artige stillschweigende Anerkennung meiner Qualität. Den Spaziergänger läßt man gehen.






Luftlinie: 470 km


1. April 1802 in Syrakus
Aprilscherz?







Syrakus, oder vielleicht schon Agrigent, war das südlichste Ende meines Weges?



In Syrakus will er Saverio Landolina Nava, den Archäologen und Naturwissenschaftler getroffen haben.
Seume kann alles, was er erzählt, von Johann Heinrich Bartels „Briefe über Kalabrien und Sizilien“ abgeschrieben haben, dem wichtigsten Reiseführer deutscher Italienreisender um 1800, der wiederum sich in großen Teilen aus den Mitteilungen Landolinas speist, einmal zitiert er ihn jedenfalls . . . Belassen wir es bei der Zusammenfassung:
Nur von einem Maultiertreiber begleitet, durchquert er die Insel von Palermo nach Girgenti. Der Verfall der Landwirtschaft, den er überall beobachtet, empört ihn tief. In einer Herberge muss er noch seinen Wirtsleuten von dem Brot abgeben, das er vorsorglich aus Palermo mitgenommen hat.
Die Leutchen im Hause, unter denen ein Kranker war, segneten die fremde Hilfe; denn das wenige Brot, das sie selbst hatten, war sehr schlecht. Ist das nicht eine Blasphemie in Sizilien, das ehemals eine Brotkammer für die Stadt Rom war? Ich konnte meinen Unwillen kaum bergen. Die Insel sieht im Innern furchtbar aus. Hier und da sind einige Stellen bebaut; aber das Ganze ist eine Wüste, die ich in Amerika kaum so schrecklich gesehen habe. Zu Mittag war im Wirtshause durchaus kein Stückchen Brot zu haben. Ich blickte fluchend rund um mich her über den reichen Boden und hätte in diesem Augenblick alle sizilianischen Barone und Abte mit den Ministern an ihrer Spitze ohne Barmherzigkeit vor die Kartätsche stellen können. Es ist heillos.



Zwischen Girgenti und Syrakus hat er endlich die schon längst prophezeite Begegnung mit Straßenräubern. Drei bewaffnete Männer halten ihn an, einer packt ihn am Kragen und zerrt ihn so heftig, dass der Rock entzweigeht. Seume hat den größten Teil seines bescheidenen Gepäcks in Palermo zurückgelassen, er ist gewarnt, er könnte unterwegs allein schon seines prächtigen Tornisters wegen totgeschlagen werden. Seine Uhr ist tief im Anzug versteckt und sein Reisegeld - 27 Unzen in Gold - in einer besonderen Tasche unter dem linken Ärmel, beides entdeckt die Räuber nicht. Sie durchsuchen seinen Reisesack, finden nur ein Hemd, ein Stück hartes Brot und ein Stückchen Käse. Vor solcher Armseligkeit selbst erschüttert behandelten sie ihn nun wie einen Kollegen, geben ihm von ihrem Wein zu trinken und versuchen noch herauszubekommen, ob er etwas vom Lottospiel verstünde. Als Fremder und gescheiter Kerl müsse er sich doch irgendwie ausrechnen oder -zaubern können, welche Nummer gewinnt. Als er auch darin versagt, wünschen sie ihm gute Reise und reiten davon.







Zumindest hörenswert ist die Ätna-Besteigung.



6. April 1802, gegen Mitternacht
. . . kamen die Führer, und nun setzte sich die ganze Karawane zu Maulesel; sechs Signori Forestieri, zwei Führer mit Laternen und ein Proviantträger . . .
Es war frisch und ward bald kalt, und dann sehr kalt. Wir trottierten und lärmten uns warm. Dann deklamierte der Major Grays Kirchhof, dann sangen wir God save the King, und Händel, und Britannia, rule de waves, und andere englischpatriotische Sachen. Jeder gab seinen Schnak.
. . . ritten nunmehr aus der waldigen Region in den Schnee hinein. Ungefähr eine Viertelstunde über dem Hause und der Höhle hörte die Vegetation ganz auf und der Schnee fing an hoch zu werden, der schon um das Haus her und hier und da neu und alt lag. Wir mußten nun absteigen und unsere Maultiere hier lassen. Der Schnee ward bald sehr hoch und das Steigen sehr beschwerlich. Unsere Führer rieten uns nur langsam zu gehen, und sie hatten Recht: aber die Herren ruhten zu oft absatzweise, und darin hatten diese nicht Recht.
Me thinks I smell the morning air, sagte der Major, und fuhr ganz drollig fort, als ein junger Lieutenant durch den hohlen Schnee auf ein Lavastück fiel und über den Fuß klagte: A lack, what dangers do inviron the man that meddles with cold iron! Die Kälte des Morgens ward schneidend und die Engländer, die wohl in Ägypten und Malta eine solche Partie nicht gemacht hatten, schüttelten sich wie die Matrosen. Endlich erreichten wir den Steinhaufen des so genannten Philosophenturms, und die Sonne tauchte eben glühend über die Berge von Kalabrien herauf und vergoldete was wir von der Meerenge sehen konnten, die ganze See und den Taurus zu unsern Füßen.
. . . arbeiteten uns endlich zu dem Gipfel des Berges hinauf. Mir deucht, man müßte bis zum Philosophenturm reiten können; bis dahin ist es nicht zu sehr jäh: aber die Kälte verbietet es; wenigstens möchte ich eben deswegen ohne große Verwahrung nicht von der Kavalkade sein. Von hier aus kann man nicht mehr gehen; man muß steigen, und zuweilen klettern, und zuweilen klimmen. Es scheint nur noch eine Viertelstunde bis zur höchsten Spitze zu sein, aber es ist wohl noch ein Stückchen Arbeit.
. . . jeder staunte in den furchtbaren Schlund hinab, aus welchem es in dunkeln und weißlichen Wolken dumpf und wütend herauftobte. Endlich sagte der Major, indem er sich mit einem tiefen Atemzuge Luft machte. Now it is indeed worth a young man's while to mount and see it; for such a sight is not to be met with in the parks of old England. Mehr kannst Du von einem echten Briten nicht erwarten, dessen patriotische Seele ihren Gefährten mit Rostbeef und Porter ambrosisch bewirtet.





gestern



Paul Gompitz:
An Neapel fährt er vorbei, weil alles dreckig ist, aber in Taormina macht er Station.
Die Fahrt auf den Ätna kostet 70 DM, aber er sagt sich: Wann wirst du wieder einmal auf den Ätna kommen?
- Nun aber Syrakus!
- Am 26. 9. 88 schreibt er:
Liebe Helga! Seit zwei Tagen bin ich am Ziel meiner Reise, in Syrakus. Syrakus und die Insel Sizilien sind nicht nur das Armenhaus im wohlhabenden EG'Staat Italien, sie sind für mich auch über Jahrtausende überkommenes Hellas, Griechenland in seiner kulturellen Blüte. Syrakus ist immerhin die Stadt des Archimedes, auf Sizilien blühte, ein Jahrhundert vor Christus, eine dorische Hoch' kultur, die noch heute das Antlitz der Insel prägt.
Mein Liebes, ich bin bei meinem unschuldigen Trip hier in einen Ameisenhaufen getreten, der meine VerarbeL tungsfähigkeit von neuen Eindrücken einfach überfordert. 'Das Land der Griechen mit der Seele suchen', war im vorigen Jahrhundert ein geflügeltes Wort bei den Reiseden in den levantischen Raum. Nun erkenne ich, daß dies mehr erfordert, als aus der DDR heraus eine Italienreise zu ertrotzen. Das hier braucht Zeit und völlige Ausgeglichenheit, beides habe ich nicht!
Gestern morgen, die Bahnhofsuhr von Taormina zeigte noch Sommerzeit, fuhr der Nachtzug aus Rom pünktlich 6.17 Uhr ein und 6.19 Uhr weiter in Richtung Syrakus. Die rosenfingrige Eos tastete sich noch über den Horizont und strahlte den gigantischen Ätna an. Durch Catania mit seinen barocken Stadtpalästen aus der Bourbonenzeit fuhr der Zug eilends nach Süden. Catania, wie das gesamte Mezzogiorno, ist recht schmuddelig. Neben Unrathaufen blühen Rosen und überlagern mit ihrem Duft den Müll.
Das ist das Phänomen: wegen der Trockenheit stinkt hier der Dreck nicht. Du wirst es nicht glauben wollen, aber es ist wahr: das Land duftet trotz Unsauberkeit. Kothaufen werden von der Sonne in Tagesfrist zu Staub gedörrt und vom leichten Seewind in die Berge geweht.



Bei Augusta, in einer breiten Meeresbucht, wurde ich wieder daran erinnert, daß Italien ein bedeutendes Industrieland ist. In der Bucht, die Stadt selbst ist klein und auf der Landkarte kaum zu finden, drängen sich Hafenanlagen, Raffinerien, Industrien und Schiffe aus allen Ländern. Die Raffinerien verbreiten einen Gestank wie in Meuselwitz, und die Industrie macht die Luft unsauber wie in Usti und in Neapel. Dann war ich nach zwei Stunden Zugfahrt in Syrakus.



Nachdem ich in der Deposito bagagli al mano, was Handgepäckaufbewahrung heißt, wie jeder Europäer aus der Aufschrift erkennen wird, meine Reisetasche deponiert habe, begebe ich mich in die Stadt. Das alte Syrakus liegt auf einer Insel in einer breiten Bucht des Ionischen Meeres. Es ist erst 1/2 9 Uhr, doch die Hitze ist fast unerträglich, ich bin froh, in den tiefen Gassenschluchten der Altstadt Schatten und Kühlung zu finden. Syrakus hat als ständig bewohnte Stadt keine Bebauung aus der Griechenzeit mehr erhalten. Es gibt an der Schmalseite des die Stadt umgebenden Wassers, das jetzt mit einer breiten Brücke überquert wird, Reste einer altgriechischen Befestigung. Ansonsten bietet die Stadt ein Bild, das dem ihrer jüngsten Blütezeit, dem Barock, während der Bourbonenherrschaft entspricht.



Eine Unzahl völlig erhaltener und lebhaft besuchter Kirchen und Paläste stehen hier. Es gibt in Syrakus natürlich auch einen Hafen ...


Paris
Auf dem Rückweg nach Leipzig über Paris sieht Seume Napoleon:
Gestern habe ich ihn auch endlich gesehen, den Korsen, der der großen Nation mit zehnfachem Wucher zurückgibt, was die große Nation seine kleine seit langer Zeit hat empfinden lassen.
Die Begegnung ruft einen Sturm widerstreitender Gefühle hervor. Als Verehrer männlicher Größe in der Antike findet er vieles an ihm bewundernswert, seinen Mut, seinen Scharfblick, sein militärisches und politisches Genie. Aber als Fanatiker für Freiheit und Gerechtigkeit muss er seine spätere Entwicklung immer mehr ablehnen.
Ein Mann, der zehn Jahre lang fast grenzenlose Gewalt in den Händen gehabt hat, müsste ein Blödsinniger oder schon ein öffentlicher, verächtlicher Bösewicht sein, wenn er nicht Mittel finden sollte, sich wieder wählen zu lassen und sodann nicht Mittel, die Wahl zum Vorteil seiner Kreaturen zu beherrschen. - Das Schicksal hatte ihm die Macht in die Hände gelegt, der größte Mann der Weltgeschichte zu werden; er hatte aber dazu nicht Erhabenheit genug und setzte sich herab. Ich könnte weinen, es ist mir, als ob mir ein böser Geist meinen Himmel verdorben hätte. Ich wollte so gern einmal einen wahrhaft großen Mann rein verehren; das kann ich nun hier nicht.

Für Paris als Stadt des Glanzes und des Lebensgenusses, für den Zauber des ganzen Stadtbildes hat Seume kein Organ. Auch bei dem Vergleich zwischen Paris und Rom fällt das alles nicht ins Gewicht.
Der Gelehrte gehe nach Paris; der Künstler wird zur Vollendung immer noch nach Rom gehen, wenn er gleich für sein Fach auch hier an der Seine jetzt zehnmal mehr findet als vorher. Sobald die Franzosen Raffaele und Buonarottis haben werden, sind sie die Koryphäen der Kunst, und man wird zu ihnen wallfahrten wie in den Vatikan.
Weniger die lebendigen Kräfte als die musealen Schätze und die Institutionen sind für Seumes Urteil maßgebend, wenn darin auch schon eine Vorahnung von dem anklingt, was Paris im Verlauf des Jahrhunderts für die europäische Kunst bedeuten sollte.



Zuletzt, Kritik am Tabakanbau in Deutschland:
Dieses Giftkraut, das sicher zum Verderben der Menschheit gehört, beweist vielleicht mehr als irgendein anderes Beispiel, dass der Mensch ein Tier der Gewohnheit ist. In Amerika, wo man noch auf fünfhundert Jahre Land genug hat, mag man die Pflanze auf Kosten der Nachbarn immer pflegen; aber bei uns ist es schlimm, wenn man durchaus die Ökonomie mehr merkantilisch als patriotisch berechnet.



Nachwort

Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld 1798

Seume, Proletarier, wird in die Leipziger Honoratiorengesellschaft "Harmonie" aufgenommen; Verächter von Kirche und Klerus, ein "frommer, tief fühlender, religiöser" Mann; einer, der stolz darauf ist, achtmal in der Minute schießen zu können, das Militär aber für einen Hort der Dummheit hält; bescheiden, genügsam, der mit dieser Bescheidenheit und Genügsamkeit gern renommiert; ein Schriftsteller, stolz darauf, immer die Wahrheit zu sagen, die entscheidenden Momente des eigenen Lebens aber mit Schweigen übergeht.

Etwa die wahren Moventia seiner Reise:
Auf dem Spaziergang nach Syrakus muss Seume Abstand gewinnen zu Wilhelmina Röder, Leipziger Kaufmannstochter, in die er sich 1796 verliebt, die aber einen hergelaufenen Leutnant nicht heiraten darf. Und hat er sich in Palermo wirklich so weit von Wilhemina entfernt, als er ihr madonnengleiches Bild, das er immer am seidenen Faden über dem Herzen trägt, bei einem Sturz zerbricht und in den Abgrund wirft? Ehemals wäre ich dem Bildchen nachgesprungen; noch jetzt dem Original.

Auch seine zweite großen Reise 1805: Verdrängung.
Johanna Loth, viel zu jung und zu reich für ihn, sie muss desgleichen standesgemäß einen Kaufmann heiraten.
Jeder Mensch hat seine eigenen heiligen Tage, Bonaparte wie der Papst; also auch ich. Du kannst zwischen dem fünf und zwanzigsten und dem siebzehnten aussuchen, welchen du willst, und wirst in der Mitte wohl nicht sehr irren. Der 25. ist Geburtstag Wilhelmina Röders, der 17. Geburtstag der Mutter, der 21. Geburtstag Johanna Loths.

Sein Reisebuch macht Seume über Nacht berühmt, in nur vier Monaten stellt er es aus Briefen und Tagebuchnotizen zusammen, in einer zupackend deftigen Sprache verfasst, die ihm Zeitgenossen ankreiden. Die Intellektuellen seiner Zeit mit ihrer idealistsichen Vorstellung vom Land Arkadien zeigen wenig Verständnis für Seumes Sicht der Dinge. Der Erfolg des Buchs, das immer wieder aufgelegt wird: Seume schreibt nicht nicht schwärmerisch und sentimental, sondern lebendig und temperamentvoll, orinetiert an der sozialen Realität seiner Zeit.

Kurz nach Rückkehr von seinen weiten Spaziergängen kränkelt der Erzähler, muss sich eine Geschwulst am Auge mitsamt Knochen wegschneiden lasse, eine alte Kriegsverletzung am Fuß hindert ihn, 1805 bei seiner zweiten großen Reise weite Strecken zu wandern.
Seit 1808 vergiften Blase und Galle einen Körper. Mir gehts erbärmlich, denn es scheinen sich 36000 Krankheiten verschworen zu haben, mich diesen Sommer nieder zu travaillieren. Gelingts, nun so ist Feyerabend.
Seume erwägt wiederholt Suizid, will niemandem beschwerlich fallen, niemandem etwas schuldig sein.

Er weiss, dass es seine letzte Reise ist, als er unter großen Schmerzen die Kutsche nach Teplitz besteigt. Am 13. Juni 1810, dem letzten Tag seiner Kur, stirbt Johann Gottfried Seume in Böhmen.

Angeklika Pohler: Gottfried Seume erzählt vom
vom Spaziergang nach Syrakus, Pappmaché 2011

Seume hat zeitlebens gekämpft.
Nicht gegen die Religion, aber gegen deren Missbrauch durch den Klerus, nicht gegen den Staat, aber gegen dessen Despotismus, nicht gegen die Fürsten, aber gegen deren unbeschränkte Willkür. Er ist auf keine bestimmte politische Verfassung eingeschworen, bekennt aber doch von sich, dass er eine kleine Liebschaft gegen die Republiken habe, wenn sie nur leidlich vernünftig sind.
Der Mann, der solche Ansichten nicht nur im stillen Studierzimmer aufs Papier bringt oder in allegorischen Dichtungen davon schwärmt, sondern jederzeit im praktischen Leben dafür eintritt, hat wenig Aussicht auf Amt und Würden. Er tut gut daran, gar nicht erst danach zu streben. Nur durch diesen Verzicht konnte Johann Gottfried Seume sich die Unabhängigkeit sichern, sein selbstgewähltes Richteramt wahrzunehmen.
Sein Bild wird lebendig bleiben als das eines aufrechten Mannes und unsteten Wanderers durch seine Zeit, der die äußeren Dinge des Lebens gering, die Würde des Menschen aber sehr hoch achtet.








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